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	<title>Finanzmarktnews! &#187; Währung</title>
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	<description>Nachrichten aus der Finanzwelt</description>
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		<title>Angst ums Geld bei Inflation</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 07:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rsa</dc:creator>
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Inflation oder Geldentwertung gibt es ebenso lange wie Geld an sich. Die Gründe häufen sich: Fürsten und Staaten machten das Geld schlecht, um sich zu entschulden, um Kriege zu finanzieren, oder um den Export anzukurbeln. In manch aktueller Meldung wird aber beim Begriff Inflation einiges durcheinandergehauen. Wenn sich zum Beispiel die Preise für bestimmte Güter [...]]]></description>
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<p>Inflation oder Geldentwertung gibt es ebenso lange wie Geld an sich. Die Gründe häufen sich: Fürsten und Staaten machten das Geld schlecht, um sich zu entschulden, um Kriege zu finanzieren, oder um den Export anzukurbeln. In manch aktueller Meldung wird aber beim Begriff Inflation einiges durcheinandergehauen. Wenn sich zum Beispiel die Preise für bestimmte Güter erhöhen, dann kann das schon mal am Wetter liegen. Inflation ist was anderes.</p>
<p>Egal ob zur Kriegs-Finanzierung, der eigenen Hofhaltung oder einer Brot-und-Spiele-Politik: Immer wieder verringerten die Staatsoberhäupter den Wert des Geldes, um sich an ihren Bürgern schadlos zu halten. Zunächst mussten dazu die umlaufenden Gold- und Silbermünzen manipuliert werden. Die Münzen verloren etwas von ihrem ursprünglichen Umfang und ihrer Dicke oder, was viel besser war, weil weniger offensichtlich: Man manipulierte den Feingehalt der Münzen, indem man unedlere Metalle wie Kupfer im großen Stil beimischte. Aus hochreinem Gold wurde so im Extremfall vergoldetes Blech. Enthielt der römische Dinar unter Kaiser Augustus noch knapp 97% Gold, so waren es gut 300 Jahre später unter Kaiser Aurelian nur noch 2%.<span id="more-323"></span></p>
<p>Es liegt auf der Hand, dass die Bürger dieses Schwundgeld absolut nicht mochten. Warum sollten sie auch? Denn schließlich stellte die Manipulation des Geldes durch den Staat einen massiven Eingriff in ihre Eigentumsrechte dar. Während so die Menge der produzierten Güter und Dienstleistungen nahezu gleich bleibt, wird die Geldmenge unaufhörlich aufgeblasen, lateinisch: inflare. Der Begriff der Inflation meint also nicht, wie man uns immer weiß machen will, die Teuerung, sondern er steht für das ungerechtfertigte Aufblähen der Geldmenge durch die jeweils herrschenden Fürsten, Politiker oder Notenbanker.<strong></strong></p>
<p><strong>Geldentwertung mit Steuer-Effekt</strong></p>
<p>Für den Bürger hat die inflationäre Geldentwertung den Charakter einer Steuer. Ein Beispiel aus dem Mittelalter belegt den Zusammenhang: Münzen wurden damals regelmäßig verrufen. Das heißt, man zog sie aus dem Verkehr, reduzierte den Feingehalt und brachte sie als Neuprägungen wieder in Umlauf. Der Unmut der Bevölkerung ob dieser Maßnahme veranlasste Herzog Rudolf IV. auf diese Quelle zur Einnahmensteigerung zu verzichten. Allerdings forderte der Herzog als Ersatz die Einführung einer Getränkesteuer von 10%. Deutlicher konnte der Zusammenhang zwischen Inflation und Steuer kaum zum Ausdruck kommen.</p>
<p><strong>Inflation vs. Teuerung</strong></p>
<p>Die Inflation und die normale Teuerung sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Wenn beispielsweise nach einer Missernte die Kartoffelpreise steigen, dann verteuert sich die Ware aufgrund von Knappheit. Fällt die Ernte im nächsten Jahr wieder normal aus, dann sich in der Regel auch die Preise rasch wieder auf ihr normales Niveau ein. Ob es sich um Teuerung oder Inflation handelt, erkennen Sie am Goldpreis. Auf eine schlechte Kartoffelernte pflegt er nicht zu reagieren, während er bei einer nicht gedeckten Ausweitung der Geldmenge als feiner Indikator fungiert.</p>
<p>Autor: Dr. Bernd Heim</p></div>
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		<title>Zeit für eine neue Weltwährung?</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 07:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rsa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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Der Mann von Welt hat Geld. Fragt sich allerdings, ob Dollarnoten, Schweizer Franken oder Euro aus dem Portemonnaie blinzeln.  Immer öfter lugt inzwischen auch der legendäre Mao aus der Geldkatze. Das ist nicht verwunderlich, denn: Der chinesische Yuan hat das Zeug zur Weltwährung. Vielleicht ist er es sogar schon.
China stellt selbstbewusst den Dollar in Frage [...]]]></description>
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<p>Der Mann von Welt hat Geld. Fragt sich allerdings, ob Dollarnoten, Schweizer Franken oder Euro aus dem Portemonnaie blinzeln.  Immer öfter lugt inzwischen auch der legendäre Mao aus der Geldkatze. Das ist nicht verwunderlich, denn: Der chinesische Yuan hat das Zeug zur Weltwährung. Vielleicht ist er es sogar schon.</p>
<p>China stellt selbstbewusst den Dollar in Frage und bringt alte Vorschläge einer neuen Weltwährung ins Spiel. Die Basis für den Handel mit einzelnen Ländern bilet häufig nicht mehr der Dollar, sondern der chinesische Yuan. Dabei handelt es sich nicht um irgendwelche Länder. Einmal rund um die Welt: Argentinien, Weißrussland, Südkorea, Brasilien, Malaysia &#8211; die Liste wird immer länger.</p>
<p>Der Yuan wertet kräftig auf. Seit 2005 hat der chinesische Yuan mehr als zwanzig Prozent gegenüber dem US-amerikanischen Dollar gewonnen &#8211; Tendenz steigend. Und das ist kein Wunder. China ist nunmal eine Wirtschafts-Weltmacht. Und irgendwann &#8211; falls sich der chinesische Vorschlag einer neuen, nicht-nationalen Währung nicht durchsetzt &#8211; wird der Yuan auf jeden Fall aufschließen zu Dollar, Euro oder Pfund. Mao erobert die Welt &#8211; wer hätte das gedacht.</p>
<p>Autor: Detlev Weise</p></div>
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		<title>China fordert Reserve-Währung</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 07:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rsa</dc:creator>
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Mit dem Eintritt Chinas in die Weltwirtschaft, dessen Dimension noch viele gar nicht erkannt haben bzw. richtig einschätzen, ist Bewegung in das internationale Gefüge gekommen. Und so sehr man in China auf die Missstände hinweisen muss, die insbesondere im Bereich Menschenrechte und freie Meinungsäußerung herrschen, so positiv muss man das Bestreben betonen, die internationale Währungsordnung [...]]]></description>
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<p>Mit dem Eintritt Chinas in die Weltwirtschaft, dessen Dimension noch viele gar nicht erkannt haben bzw. richtig einschätzen, ist Bewegung in das internationale Gefüge gekommen. Und so sehr man in China auf die Missstände hinweisen muss, die insbesondere im Bereich Menschenrechte und freie Meinungsäußerung herrschen, so positiv muss man das Bestreben betonen, die internationale Währungsordnung neu strukturieren zu wollen.</p>
<p><strong>Abkehr vom Dollar als Leitwährung</strong></p>
<p>China hat wiedermals darauf hingewiesen, dass sie eine Abkehr vom Dollar als Leitwährung wünschen. &#8220;Dass das internationale Währungssystem von einer einzigen Währung dominiert ist, hat die Risikokonzentration und die Ausbreitung der Krise erhöht&#8221;, tönt es in chinesischen Kreisen. Und damit haben sie Recht. China fordert deshalb eine internationale Reservewährung, die unabhängig von einzelnen Staaten ist. Nach Ansicht der chinesischen Führung könnten das die Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds sein. Wobei China &#8211; wiederum mit Recht &#8211; fordert, dass der Yuan seinen gewachsenen wirtschaftlichen Bedeutung entsprechend mit aufgenommen wird. Der Korb der Sonderziehungsrechte setzt sich nämlich derzeit nur zu 44 % aus Dollar, zu 34 % aus Euro und zu je 11 % aus Yen und Pfund zusammen. Es fehlen folglich Währungen der Länder Indien, China, Russland usw. und das ist so eigentlich nicht länger hinnehmbar.<span id="more-319"></span></p>
<p>Nun ist schon klar, dass das Bestreben Chinas einzig und allein der Tatsache geschuldet ist, dass das Land auf enormen Dollar-Devisen-Reserven sitzt und darin schlichtweg gefangen ist. Jeder Schritt dieses &#8220;Währungsgefängnis&#8221; zu verlassen, würde bedeuten enorme Abwertungsverluste hinzunehmen. Allein Peking hält 764 Mrd. Dollar in US-Staatsanleihen. Und weil der Dollar international an Ansehen verliert &#8211; der Anteil an den Devisen-Reserven der Zentralbanken der Welt sank von 73 % in 2001 auf jetzt ca. 64 % &#8211; machen sich die Chinesen verständlicherweise Sorgen über seinen zukünftigen Wert.</p>
<p><strong>Marktwirtschaftlicher Gedanke mit kommunistischem Ursprung</strong></p>
<p>Und obwohl das Bestreben rein interessengetrieben ist, halte ich den Ansatz und das Anliegen Chinas für durchaus richtig und unterstützenswert. Denn eines ist doch so klar: Mit dieser subprime-mortgage verursachten Finanzkrise, die ihren Ursprung in den USA fand, hat die Wall Street weltweit Vertrauen und damit ihre Vorrangstellung verloren. Wir sollten uns nicht länger von Namen wie Goldmann Sachs, Bank of American, Merrill Lynch und wie sie alle heißen, blenden lassen. China hat Recht, wenn es darauf hinweist, dass es nicht sein kann, dass ein Land bzw. eine Währung die ganze Welt durcheinanderbringen kann.</p>
<p>Gäbe es einen Weltwährung &#8211; von mir aus die Sonderziehungsrechte des IWF &#8211; so hätte es z.B. mit der Absurdität ein Ende, dass die Entscheidungen eines amerikanischen Präsidenten im Oval Office darüber bestimmen, welchen Preis wir für Benzin an den Tankstellen bezahlen. Wenngleich da sicherlich auch die OPEC ein entscheidendes Wörtchen mitzureden hat. Allerdings und das muss man bei Währungsunionen immer hinzu sagen, bedeutet eine Weltwährung auch, dass die sonstigen Preise wie z.B. auch die Löhne und Gehälter einer stärkeren Flexibilität unterliegen müssen. Denn die Abfederung von internationalen Preisunterschieden über die Währung durch Auf- und Abwertung ist dann nicht mehr gegeben. Das zeigt übrigens der Euro recht deutlich. D.h. auch, dass die Gewerkschaften und Preisverteidigergruppen wie die Bauern von ihrem hohen Ross herunterkommen müssen.</p>
<p>Ausgerechnet ein einst zutiefst kommunistisches Land, das Land Maos, unterbreitet einen Vorschlag, der eigentlich nicht marktwirtschaftlicher sein könnte. Für den Dollar bedeutet das langfristig gesehen, dass er weiterhin eine gewisse Stärke haben wird. Denn die Wirtschaftsleistung der USA ist nach wie vor eine, wenn auch derzeit geschwächte Größe. Die Währungen spiegeln am Ende doch nur die Machtverhältnisse wieder. Und die haben sich Gott sei Dank gewandelt. Es lebe die Weltwährung.</p>
<p>Autor: Norbert Lohrke</p></div>
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